Montag, 8. Mai 2006

Montag, 08.05.2006 ::: Puente la Reina bis Estella

Heute früh begann das Geraschel der ersten Frühaufsteher (sagt Lioba) bereits um 5:30. Mich hielt die gestrige Dosis an Rotwein noch bis kurz nach 6:00 im Schlaf gefangen. Dabei fällt mir ein, dass das Wort Alkohol eigentlich aus dem Arabischen kommt und das "Gute und Wesentliche einer Sache" bedeutet. Da scheint was dran zu sein.
Kurze Morgentoilette, Rucksack gepackt und dann ging's heute schon um 6:40 auf die Piste. Eigentlich wollten wir heute etwas länger schlafen - aber daraus wurde ja nichts.
Unser Ziel für heute hiess Estella, unter Kennern auch "Estella la Bella" genannt.
Gestern hatten wir bereits gedacht, "schlimmer geht's nimmer" was die Wege angeht, wurden aber heute glatt eines Besseren belehrt. Der nächtliche Regen hatte den 2,5 km langen, zum Teil sehr steilen Anstieg hinter Puente de la Reina, der im Prinzip aus so 'ner Art rötlichem Lehmboden besteht, in eine Schmierpiste 'par excellence' verwandelt.
Auf der Ebene noch einigermassen machbar, war dies beim Anstieg für jede/n eine Herausforderung.
Teilweise versanken wir bis knapp 10 cm im Schlamm, ein spanisches Ehepaar, das wir überholten, war in Turnschuhen unterwegs; denen lief der Schlamm und Schmodder oben in die Schuhe 'rein: auch ein Erlebnis.

Über Mañeru, Cirauqui, Lorca und Villatuerte erreichten wir gegen 12:30 Estella. Bei diesen Bodenverhältnissen 6 Std. für 22 km fanden wir ganz o.k.
In der städtischen Herberge mit 114 Plätzen bekamen wir, in einem Schlafraum mit 10 Stockbetten, Platz. Gegen 14:00 waren wir mit unserem After-Walk-Programm (Duschen, Waschen, Schuhe putzen) durch und genehmigten uns einen Cafe con leche aus dem Automat in der Herberge, während wir im Herbergsgarten sitzend unseren Tagesbericht zu Papier brachten.
Wir wollen jetzt noch "la Bella" besichtigen, dabei ein paar Tapas testen und einen Tisch für heute abend reservieren.

Strecke: heute: 22 km / gesamt: 117 km

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